Donnerstag, 20. Oktober 2016

Liebe, Ehre und Vernunft

Titel: Liebe, Ehre und Vernunft
Autor: Rosalie Grey
Verlag:  /

Starke Frau in vergangener Zeit!

Inhalt: 

Das Buch handelt von Annabell Fitzgerald, die von ihrem Bruder einem Mann versprochen wird. Das größte Problem dabei, sie ist 18 Jahre alt, er aber bereits knapp 70. Gemeinsam mit einer Freundin heckt sie einen Plan aus, um der Ehe zu entgehen. Dieser ging auf. Durch ihre List war ihr Bruder gezwungen, sie mit Alexander McLoad zu verheiraten, aber auch dieser ist bereits Mary McDonald versprochen, die zuhause in Schottland auf ihn wartet. Das junge Eheglück muss sehr viele Hindernisse bewältigen. Wird ihre Ehe dies überstehen können?


Cover:

Das Cover stellt für mich Schottland dar. Dies finde ich wunderschön und äußerst passend. Ich finde das Zeichen unterhalb des Titel total toll. Man findet es auch bei den Kapitelüberschriften im Buch wieder. Das küssende Paar im Hintergrund ist sehr blass und wirkt dadurch nicht aufdringlich, sondern eben dezent im Hintergrund. Die Farben harmonieren gut gemeinsam und sehen wirklich schön aus. Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und passt hervorragend zum Buch.

Mein Kommentar:

Das Buch spielt ca. um 1090 und ist sehr angenehm zu lesen. Es hat über 500 Seiten mit insgesamt 10 Kapitel. Dadurch sind diese recht lang, was aber nicht besonders stört.
Die Handlung ist sehr schön und es gibt Höhen und Tiefen. Die Gefühle sind sehr schön beschrieben und ich konnte mich in die Protagonisten hineinversetzen. Das Buch ist im Perspektivenwechsel zwischen einigen Personen geschrieben. Man kann jedoch stets erkennen, wessen Sicht gerade dargestellt wird.

Annabell ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sie ist eine Kämpfernatur, die alles gibt, für die die sie liebt. Für mich ist sie immer im Konflikt: ihre Erziehung und ihre Vernunft gegen ihr Herz und ihren eigenen Willen. Mal entscheidet sie sich für ihre vermeintliche Pflicht, mal entscheidet sie für ihren Willen.

Die Geschichte fließt gut in die Handlung mit ein. Manchmal gibt es jedoch Szenen, die zur damaligen Zeit noch nicht so waren. Ich nehme dies unter künstlerischer Freiheit der Autorin so hin. (zum Beispiel: Der Mann ist bei der Geburt dabei; oder in dieser Zeit galten Zwillinge als Teufelsbrut und waren eigentlich nicht erwünscht) 


Mein Fazit:

Mir gefällt besonders gut, dass Annabell eine so starke Persönlichkeit in dieser, eigentlich frauenunterdrückenden Zeit ist. Es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen, wenn man Historische Liebesromane gerne mag. 

5 von 5 Bücherstapel

Ganz liebe Grüße, 
Niknak